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REMONDIS Lippewerk

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  • Kunststoff ist ein tolles, vielseitiges Produkt. Einerseits. Andererseits benötigt seine Erzeugung große Mengen der natürlichen Ressource Öl. Gerade das macht es notwendig, einmal produzierten Kunststoff zu erhalten und in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Eine von zahlreichen Aufgaben des REMONDIS Lippewerks.


    Problematik Plastikabfall
    Kunststoff hat viele Vorteile und einen ganz großen Nachteil: Er verrottet so gut wie gar nicht. Ihn arglos wegzuwerfen, führt zu massiven Umweltproblemen. Zu Land und vor allem zu Wasser.

  • Material

    Aufbereitungsprozess

    So funktioniert das Kunststoffrecycling im REMONDIS Lippewerk.

    Vorteile

    Zukunft

    Compounds nach Maß

    Wir erzeugen hochwertige Recyclingrohstoffe in jeder gewünschten Rezeptur.

Plastikabfall ist überall – mit verheerenden Folgen für die Natur

Kunststoff beherrscht unseren Alltag und ist omnipräsent. Leider auch dort, wo er nicht hingehört. Arglos weggeworfen statt zielgerichtet fürs Recycling gesammelt, richtet Kunststoff irreparable Schäden in der Natur an. Besonders gut beobachten lässt sich das in unseren Weltmeeren. Sie sind zu einem regelrechten Sammelbecken für Plastikabfall geworden. In den Ozeanen existieren flächendeckende Müllteppiche ungeheuren Ausmaßes. Im Jahr 2017 wurde Plastikmüll sogar erstmals in der Arktis gefunden. Schlimmer noch, als dass Plastik unsere Meere verschandelt, ist, was es in der maritimen Tierwelt anrichtet. Da Kunststoff nicht wirklich verrottet, sondern sich nur in kleine Partikel zersetzt, gelangt er über die Meereslebewesen in die Nahrungskette. Zudem verenden unzählige Seevögel, weil sie Plastikteile gefressen haben, die sich so lange im Magen ansammeln, bis kein Platz mehr für echte Nahrung ist. Die Tiere verhungern elendig.

    Berühmt-berüchtigt ist der Great Pacific Garbage Patch. Der Plastikmüllteppich bedeckt insgesamt eine Meeresfläche, die viermal so groß ist wie Deutschland

Weniger verbrauchen, besser recyceln – nur so geht’s

    • Einer EU-Richtlinie zufolge sollen EU-Bürger bis 2026 im Schnitt nur noch 40 Plastiktüten im Jahre verbrauchen. Stand 2016 waren es 176

    • Der Kampf gegen den Plastikmüll kann nur gewonnen werden, wenn er an zwei Fronten gleichzeitig gefochten wird. Erstens müssen Verbraucher darauf achten, weniger Plastikmüll zu produzieren – zum Beispiel indem man generell auf die Verwendung von Plastiktüten verzichtet oder diese zumindest immer wieder verwendet. Zweitens muss Kunststoffabfall, wenn er denn anfällt, so behandelt werden, dass er über Recycling in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden kann. Letzterem widmet sich das Lippewerk bereits seit über 25 Jahren. Mit immer wieder neuen Technologien. Für immer mehr Produkte und Kunststoffarten. Und doch: Besser, als Kunststoffabfall zu recyceln ist, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen. Denn so effizient man ihn auch recyceln mag, handelt es sich streng genommen um ein Downcycling. Das heißt, mit jeder Rückführung in den Stoffkreislauf geht etwas Qualität verloren. Kunststoff lässt sich also – anders als zum Beispiel Metall – nicht immer und immer wieder zu 100 Prozent zurückgewinnen. Das ist unter anderem der Grund, warum neben Verbrauchern und Recyclingunternehmen vor allem auch Hersteller von Produkten in die Verantwortung genommen werden. Zum Beispiel, wenn es um die Entwicklung und Einhaltung bzw. Umsetzung von Ökodesign-Richtlinien geht.

      Weniger Plastik von Anfang an – durch nachhaltiges Ökodesign

Sagen Sie „hallo“ zu Ihrem Joghurtbecher

In keinem anderen Bereich des Lippewerks stehen die Chancen derart hoch, seinen eigenen Abfall wiederzusehen. Gut drei Viertel aller im Kunststoffrecycling behandelten Materialien haben eine Vergangenheit als Alltagsgegenstand – zum Beispiel als Shampooverpackung, Obst- und Gemüseschale oder Blumentopf. Insgesamt verarbeiten wir im Jahr 22.400 Tonnen Altkunststoff und recyceln ihn zu hochwertigem Granulat, aus dem dann wieder neue Gegenstände hergestellt werden können.

  • Inputmaterial des Kunststoffrecyclings im Lippewerk

    • Flaschen

      • Kosmetik
        (Shampoo, Duschgel etc.)
      • Lebensmittel
        (Ketchup, Senf etc.)
      • Reinigungsmittel
        (WC-Reiniger, Haushaltsreiniger etc.)
      • Waschmittel
        (Weichspüler, Flüssigwaschmittel etc.)

      Verschlusskappen

      • Flaschendeckel aus den Mehrwegpfandsystemen

      Kanister, Fässer, Container

      • Chemische Industrie
      • Reinigungsmittelhersteller
      • Fruchtsaftkonzentraterzeuger

      Becher, Schalen

      • Obst- und Gemüseschalen
      • Joghurtbecher
      • Blumentöpfe

      Spritzgussartikel

      • Fleisch- und Obstkisten
      • Getränkekisten
      • Klapp- und Postboxen
      • Abfallgroßbehälter
      • Paletten

      Eimer

      • Farbeimer
      • Großverpackung Lebensmittel
        (Ketchupeimer etc.)

Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff

    • Zuständig für das Kunststoffrecycling im Lippewerk ist das REMONDIS-Unternehmen RE Plano

    • Relevanter als die Form und der ehemalige Verwendungszweck des Eingangsmaterials ist für uns dessen Beschaffenheit. Also die Frage, aus welchem Kunststoff es genau besteht. Im Lippewerk haben wir die Möglichkeit, alle gängigen Kunststoffarten zu recyceln bzw. zu hochwertigen Compounds – so nennt man Materialrezepturen unterschiedlicher Zusammensetzung – aufzubereiten. Weniger als zehn Prozent des Inputmaterials können in unseren Anlagen nicht verwertet werden. Sie werden an externe Unternehmen weitergegeben oder innerhalb des Lippewerks thermisch verwertet. Ungenutzt bleiben also selbst diese zehn Prozent nicht.

      In der Kunststoffaufbereitungsanlage im Lippewerk entstehen Granulate aus Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und neuerdings auch Polystyrol (PS)

In sechs Schritten vom Alt- zum Neukunststoff

Die einzelnen Prozessschritte des Kunststoffrecyclings erfolgen für Besucher des Lippewerks unsichtbar in komplett eingehausten Anlagen. Zu sehen ist lediglich das fertige Produkt in Form von Granulaten. Wir möchten Ihnen dennoch die Gelegenheit geben, einen Blick in die Abläufe unserer Produktion zu werfen. Unmittelbar am Bildschirm und garantiert ohne Lärm- und Geruchsbelästigung. Ein wichtiger Schritt fehlt allerdings hier, weil er nicht direkt in unseren Anlagen stattfindet: Jedes angelieferte Material wird bei uns strengen Eingangskontrollen unterzogen. Zuständig hierfür ist das akkreditierte und ebenfalls im Lippewerk befindliche Umwelt Control Labor

  • Der Aufbereitungsprozess im Einzelnen

Ein echter Gewinn für die kunststoffverarbeitende Industrie

    Recyclingkunststoff aus dem Lippewerk hat ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Es gibt diverse Gründe für die Industrie, auf Recyclingkunststoffe statt auf Primärkunststoffe zu setzen. Ein ganz wesentlicher ist das kundenspezifische Produktdesign mittels Compoundierung. Aufgrund unserer hochmodernen Anlage und unseres Know-hows können wir Kunststoffe in jeder gewünschten Zusammensetzung herstellen – also mit genau den technischen Eigenschaften, die der Kunde für seine Produktionsprozesse benötigt. Auch in puncto Farbigkeit sind der Fantasie quasi keine Grenzen gesetzt. Hinzu kommt, dass die von uns erzeugten Kunststoffe extreme Kostenvorteile gegenüber Primärkunststoffen aufweisen, ohne dass dafür Einbußen bei der Qualität in Kauf genommen werden müssten.

    Unsere Recyclingkunststoffe finden in den verschiedensten Bereichen Verwendung – zum Beispiel in der Bau-, Verpackungs- oder Automobilindustrie. Auch Gartenmöbel werden aus Recyclingkunststoff hergestellt

Vierfachnutzen für die Umwelt

In besonderem Maße kann Kunststoffrecycling im Bereich der Ökologie punkten. Und das nicht nur doppelt und dreifach, sondern gleich vierfach. Grundlegend für alle Einzelaspekte des ökologischen Nutzens ist die Tatsache, dass im großen Maße natürliche Ressourcen gespart werden. Konkret: Öl.

    Gut für die Natur. Durch Kunststoffrecycling muss weniger Öl gefördert werden. Ein Nebeneffekt ist, dass weniger Fläche der Errichtung von Transportwegen zum Opfer fällt

  • Ökologische Vorteile der Kunststoffaufbereitung

      Ressourceneinsparung
      Jedes Gramm aufbereiteter Kunststoff leistet einen Beitrag zum Ressourcenschutz. Denn es trägt dazu bei, dass weniger Material aus der wertvollen Ressource Rohöl produziert werden muss.

      Flächeneinsparung
      Mit der Einsparung von Rohöl geht eine Reduzierung der Umweltzerstörung einher. Je weniger Erdöl gefördert wird, desto weniger Fläche wird für Raffination und Transport benötigt.

      Energieeinsparung
      Kunststoffe aufzubereiten, benötigt wesentlich weniger Energie, als sie aus Primärrohstoffen neu herzustellen.

      CO2-Einsparung
      Wo weniger Energie verbraucht wird, sinken die CO2-Emissionen. Eine Tonne Recyclingkunststoff spart im Vergleich zur Produktion von Neuware mehr als eine Tonne CO2 ein.

Viel in Bewegung in Sachen Kunststoff

  • Das Thema Kunststoff wurde inzwischen auch von der Politik als wichtig und zukunftsweisend erkannt. Das bezeugt unter anderem eine neue, 2019 in Kraft tretende Verpackungsverordnung. Sie trägt dem Umstand Rechnung, dass Deutschland – auch aufgrund stetig wachsender Onlinebestellungen und entsprechender Mengen Versandmaterials – mehr und mehr zum Verpackungsweltmeister mutiert. Die neue Verordnung nimmt Inverkehrbringer von Verpackungen noch stärker in die Pflicht, was die Rücknahme und Verwertung anbelangt. Die Intention dahinter ist klar: Verpackungsmaterial soll zielgerichtet gesammelt und aufbereitet werden, anstatt im normalen Hausabfall zu landen und schlimmstenfalls fürs Recycling verloren zu gehen. Letztlich werden die verschärften Gesetze sicher auch dazu führen, dass sich Hersteller mehr Gedanken über die Verwertung von Kunststoffabfällen und eventuell sogar über den grundsätzlichen Einsatz von Recyclingkunststoffen machen. Arbeit fürs Lippewerk im Bereich Kunststoffaufbereitung wird es also auch zukünftig mehr als genug geben.

    Zwischen 2009 und 2015 hat die Menge an Verpackungsabfall in Deutschland von 15,1 Millionen Tonnen auf 18,2 Millionen Tonnen zugelegt. Tendenz weiter steigend

Neue Anlage für bessere Synergieeffekte

    • Um für zukünftige Herausforderungen gerüstet zu sein, entwickelt sich die Kunststoffaufbereitung im Lippewerk kontinuierlich weiter. Neuestes Projekt ist die Errichtung einer Anlage zur Kunststofffeinsortierung. Damit lässt sich angeliefertes Material noch besser verwerten. Zugleich hilft die neue Anlage dabei, die Synergieeffekte innerhalb des Lippewerks weiter auszubauen und zu vertiefen. Dank der neuen Sortiertechnologie sind wir in der Lage, die Bereiche Elektrorecycling und Kunststoffrecycling optimal zu verzahnen. Plastikrückstände aus ersterem können zielgerichtet letzterer zugeführt werden. Die Wertschöpfungskette im Lippewerk bekommt so ein wichtiges neues Bindeglied. Ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg zum Vorzeigestandort für Nachhaltigkeit.

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