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  • Was haben schicke Wände und Böden mit schwefelhaltigen Abgasen gemeinsam? Jede Menge. Das liegt an der Rauchgasentschwefelung von Kraftwerken, bei der als Restprodukt sogenannter REA-Gips anfällt. Ein Rohstoff, der natürlichem Gips in nichts nachsteht und aus dem unter anderem hochwertige Putze und Estriche hergestellt werden.


    Rohstoff
    REA-Gips ist im Prinzip ein Nebenprodukt von sauberer Luft. Er entsteht in den Filteranlagen von Kraftwerken.

  • Einsatzbereiche

    Produktionsprozess

    Mit einem einzigartigen Verfahren wird der Gips im Lippewerk kalziniert und verfeinert.

    Kapazitäten

    Zukunft

    Umweltschutz

  • Faszinierende Verwandlung vom sauren Regen zum Rohstoff

    • REA-Gips ist 1:1 identisch mit Naturgips und damit ein wertvoller Rohstoff

    • Erinnern Sie sich noch an die Saure-Regen-Problematik der 80er Jahre? Damals ging in Deutschland die Angst vor dem Waldsterben um. Man hatte erkannt, dass sich schwefelhaltige Abgase aus Kraftwerken in der Atmosphäre mit Sauerstoff und Wasser verbinden, um dann in Form schwefelsäurehaltigen Niederschlags auf die Erde hinabzuregnen. Mit höchst schädlichen Folgen für Flora und Fauna. Um dem entgegenzuwirken, wurden Kraftwerke dazu verpflichtet, ihre Abgase mit Hilfe von Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) zu filtern. Das klingt kompliziert, ist aber im Grunde ein einfacher chemischer Prozess, bei dem Schwefeldioxid durch Zuführung von Kalkstein und Wasser gebunden wird. Dabei entsteht nicht etwa ein entsorgungspflichtiges Abfallprodukt, sondern reiner Gips. Aufgrund seiner Herkunft REA-Gips genannt.

    So wird Schwefelsäure zu Gips

  • Der Weg des REA-Gipses ins Lippewerk

    • Darum hilft REA-Gips aus dem Lippewerk beim Ressourcenschutz

    • So praktisch REA-Gips als Endprodukt der Rauchgasentschwefelung sein mag, stellt er für Kraftwerke doch erstmal einen gewissen Entsorgungsaufwand dar. Denn wirklich anfangen können die natürlich nichts mit dem Material. Im Lippewerk hingegen sieht das völlig anders aus. Hier gibt es sowohl ausreichende Lagerkapazitäten als auch das Know-how und die Technologie, um den REA-Gips vom Rohstoff in ein Premiumprodukt für die Bauindustrie und andere Branchen zu verwandeln. So entsteht für alle Beteiligten eine Win-win-Situation. Kraftwerke haben einen zuverlässigen Abnehmer für ihren REA-Gips. Das Lippewerk erhält Zugriff auf einen wertvollen Rohstoff und kann einmal mehr beweisen, für nahezu alles, was an anderer Stelle als Reststoff anfällt, eine nachhaltige Lösung zu finden.

Beeindruckende Dimensionen – nicht nur aus nächster Nähe

  • Angeliefert im Lippewerk wird REA-Gips aus diversen Steinkohle-, Braunkohle- und Industriekraftwerken der näheren und weiteren Umgebung – unter anderem aus dem benachbarten Trianel-Kohlekraftwerk. Insgesamt beläuft sich die Menge des jährlich im Lippewerk behandelten REA-Gipses auf 262.200 Tonnen. Sehen lassen kann sich dabei vor allem die permanente Lagerkapazität von 60.000 Tonnen. Übrigens auch im wörtlichen Sinn. Die riesigen Lagerhallen mit meterhohen Gipsbergen sind ein Highlight jeder Lippewerk-Führung. Neben staunenden Besuchern haben die enormen Kapazitäten einen weiteren Effekt: Sie garantieren sowohl der internen Produktion als auch externen Abnehmern eine permanente Versorgungssicherheit. Ganz egal, wie viel Material in welchem Zeitraum benötigt wird.

    Sie möchten das Lippewerk live erleben? Hier finden Sie alles zum Thema Besucherführung

Spezielles Verfahren, einzigartige Qualität

      Früher Aluminiumwerk, heute Recyclingstandort. Mehr zur Umnutzung des Lippewerks

    • Um REA-Gips optimal nutzbar für industrielle Anwendungen zu machen, muss er veredelt werden. Hierfür kommt ein in dieser Form einzigartiges Verfahren zum Einsatz. Aufgrund seiner Historie verfügt das Lippewerk über einen Wirbelschichtofen, der früher zur Aluminiumoxidherstellung diente und nun zum Trocknen und Kalzinieren von REA-Gips verwendet wird. Der Vorteil des Wirbelschichtverfahrens liegt in einer sehr genauen Prozesssteuerung, was wiederum dazu führt, dass das Outputprodukt genauestens definiert werden kann. Das Ergebnis ist Anhydrit – so nennt man von seinen Wasserbestandteilen befreiten Gips – in absoluter Premiumqualität.


    So funktioniert das Veredeln von REA-Gips

    • Kalzinieren

      Beim Kalzinieren wird filterfeuchtes Dihydrat – so bezeichnet man REA-Gips aus der Rauchgasentschwefelungsanlage der Kohlekraftwerke – getrocknet und das im Gipskristall gebundene Kristallwasser komplett verdampft. Der dabei entstehende Anhydrit ist völlig wasserfrei. Das Material wird in einem Silolager eingelagert und dient als Vorprodukt für den nächsten Verfahrensschritt der Aufmahlung.

    • Mahlen

      Für die Aufmahlung wird der Anhydrit über Rohrleitungen in ein Silo gefördert und dort mittels Dosierschnecken der Mühle zudosiert. Bei der Aufmahlung wird die Oberfläche jedes einzelnen Anhydritkristalls vergrößert. Der aufgemahlene Anhydrit wird über verschiedene Förderaggregate in weitere Lagersilos transportiert. Er findet Einsatz zum Beispiel bei der Trockenmörtelherstellung. Um weitere Einsatzzwecke zu ermöglichen, werden dem Anhydrit unterschiedliche Additive zugegeben. Das geschieht in einer nachgeschalteten Mischanlage.

    • Mischen

      Im Mischerturm befinden sich mehrere Silos für das aufgemahlene Anhydritmaterial sowie für die einzelnen Additive. Über Dosierwaagen werden wie in einer Backrezeptur die einzelnen Komponenten zwei Waagensystemen zugeführt, verwogen und anschließend im nachfolgenden Mischer chargenweise gemischt und pneumatisch (also mittels Druckluft) in unterschiedliche Verladesilos transportiert. Die Additive haben einen Einfluss auf das Abbindeverhalten des Anhydrits (Abbindezeiten, Fließverhalten, Festigkeiten usw.). Die Produkte aus der Mischanlage werden in der Estrichindustrie als Fließestrich eingesetzt.

    • Ausliefern

      Die Auslieferung erfolgt überwiegend durch Silo-Lkw. Dazu fährt das einzelne Fahrzeug unter das entsprechende Verladesilo und wird über eine Verladegarnitur mit dem gewünschten Produkt befüllt. Darüber hinaus werden im Lippewerk Produkte auch in unterschiedliche Verpackungen wie Ventilsäcke oder Big Bags abgefüllt und auf Plansattelzüge verladen.

Gips gibt’s fast überall

Produkte auf Gipsbasis begleiten jedermanns Alltag. Ganz bestimmt auch Ihren. Klar, die typische Gipsbandage aus dem Krankenhaus kennt jeder. Aber oft spielt Gips eine große Rolle bei Produkten, denen man das nicht unbedingt ansieht oder bei denen man nie damit gerechnet hätte. Das liegt unter anderem daran, dass viele Branchen Gips nicht als Rohmaterial, sondern aufbereitet einsetzen. In erster Linie in Form von Bindemitteln und Additiven. Beides stellen wir im Lippewerk im großen Maßstab her. 2016 belief sich die Produktionsmenge auf 262.200 Tonnen.

Vieles spricht für REA-Gips

  • Anders als Naturgips weist REA-Gips keinerlei Qualitätsschwankungen auf

  • REA-Gips hat gegenüber Naturgips, der in Steinbrüchen abgebaut wird, entscheidende Vorteile. Zwar benötigt auch die Erzeugung von REA-Gips bzw. die ihr zugrunde liegende Rauchgasentschwefelung natürliches Material in Form von Kalkstein. Alles in allem werden aber natürliche Ressourcen geschont und Landschaften erhalten. Hinzu kommt, dass im Vergleich zur Nutzbarmachung von Naturgips weniger Energie vonnöten ist. Und weniger Energieeinsatz bedeutet weniger CO2-Emissionen. Apropos Emissionen: Auch beim Thema Transport kann das Lippewerk in Bezug auf REA-Gipse Pluspunkte sammeln. Hier hilft die Nähe zum Kraftwerkballungsgebiet Ruhrgebiet.

Wenn die Kohle geht, geht sie nicht alleine

    • Ressourcenknappheit verbindet man automatisch mit natürlichen Rohstoffen. Deshalb mag es zunächst verwundern, wenn wir hier schreiben, dass ein Versorgungsengpass beim Abfallrohstoff REA-Gips droht. Unabwendbar ist dieser Engpass dennoch. Warum? Weil im Zuge der Energiewende immer mehr Kohlekraftwerke abgeschaltet und immer weniger REA-Gipse produziert werden. Über kurz oder lang läuft es also unweigerlich darauf hinaus, dass wieder verstärkt auf Naturgips zurückgegriffen werden muss. Das ist natürlich kein Grund, an der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der Energiewende zu zweifeln. Es vermittelt aber einen guten Eindruck davon, wie komplex industrielle Zusammenhänge sind und dass in unserer heutigen Welt alles mit allem zusammenspielt.

      Im Zuge der Energiewende reduziert sich die Menge der Kohlekraftwerke – und damit auch des REA-Gipses

Gips macht vieles leichter – sogar komplette Häuser

Unverändert drängen die Menschen in die Metropolen. Bei einer Weltbevölkerung von bald zehn Milliarden wird es da unweigerlich eng in den Städten. Um die anhaltende Urbanisierung halbwegs bewältigen zu können, muss immer mehr Wohnraum auf so wenig Fläche wie möglich geschaffen werden. Gips kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Aus Gips hergestellter Porenbeton zum Beispiel ist wesentlich leichter als Stein, was zu geringerem Eigengewicht von Gebäuden führt und ein höheres Bauen erleichtert. Zudem haben Baustoffe auf Gipsbasis ein besonders geringes Volumen. Man kann also generell platzsparender bauen. Auch die Zeitkomponente spricht eindeutig für den Baustoff Gips. Schon heute werden verstärkt Fließestriche mit Bindemitteln auf Gipsbasis eingesetzt, weil diese besonders schnell trocknen und einen zügigen Baufortschritt ermöglichen.

  • Überall wichtig, wo es eng wird: Gips spielt eine entscheidende Rolle beim modernen, platzsparenden Wohnungs- und Gewerbebau

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