Beseitigung von tierischem Risikomaterial
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REMONDIS Lippewerk

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  • Die Natur ist Meister des Recyclings – und wir machen es ihr nach. Indem wir Biogut wie biologisch abbaubare Küchen- und Pflanzenreste zu hochwertigem Kompost aufbereiten, leisten wir einen nachhaltigen Beitrag zu gesundem Wachstum. Im Kleingarten wie im landwirtschaftlichen Großbetrieb.


    Hochmoderne Biogutbehandlungsanlage
    2018 geht im Lippewerk eine komplett neue Anlage für die Biogasgewinnung und Kompostierung in Betrieb.

  • Zwei-Wege-System

    Outputfraktionen

    Von Holzhackschnitzel für die Verfeuerung bis zum Qualitätskompost.

    Fruchtbare Böden

    Komposte leisten einen wichtigen Beitrag zum ökologisch nachhaltigen Ackerbau und zur Schonung von endlichen Ressourcen.

    Teamwork

    Erdenwerk

Kompostwerk der neuesten Generation

  • Alles zum Zwei-Wege-System der neuen Anlage

  • Recycling ist nie Stillstand, sondern ein ständiges Bewegen und Weiterentwickeln. Eindrucksvoll erleben lässt sich das aktuell im Kompostwerk des Lippewerks. Im Zuge eines Großprojekts wird hier die komplette Biogutbehandlung von der sogenannten brikollaren Kompostierung auf eine hocheffiziente Anlage umgestellt, die sowohl eine stoffliche als auch eine energetische Verwertung des eingehenden Materials ermöglicht. Herzstück der neuen Anlage ist – neben einer Tunnelrotte – ein moderner Fermenter, mit dem sich Biogut in Methangas verwandeln lässt. Also in einen besonders umweltschonenden und nachhaltigen Energieträger.

    Im Lippewerk wird aus Biogut hochwertiger Kompost bzw. dem Biomassekraftwerk zuführbares Biogas

Zahlen und Fakten zur Anlage

Das passiert bei der Biogutbehandlung

In der alten wie in der neuen Anlage befindet sich das Material während der gesamten Behandlung in geschlossenen Hallen mit modernen Biofilter- und Luftwäschesystemen. Die Luft wird kontinuierlich abgesaugt und gereinigt. Was es sonst noch Interessantes zu den Prozessen im Kompostwerk zu sagen gibt und wo innerhalb der Anlage was passiert, zeigen wir Ihnen hier.

Die Besonderheit des neuen Kompostwerks

    Ein Fermenter wie im neuen Kompostwerk wird seit Jahren erfolgreich von der REMONDIS-Tochter RETERRA in Coesfeld betrieben

    Das Zauberwort bei der Biogutbehandlung im Lippewerk heißt Kaskadennutzung. Damit ist gemeint, dass Biogut aufeinander aufbauend in unterschiedlichen Ebenen verwertet wird. So ist sichergestellt, dass so viel Eingangsmaterial wie möglich den Weg in eine nachhaltige Nutzung findet. Was nicht nur zur Vergärung und Verwandlung in Biogas taugt bzw. danach übrig bleibt, lässt sich immer noch hervorragend zu Kompost weiterverarbeiten. Man spricht bei den beiden unterschiedlichen Verwertungswegen von anaerober und aerober Behandlung. Das eine – die Gärung im Fermenter mit komplett neuer Maschinentechnik – funktioniert ohne Sauerstoffzufuhr, das andere – die Kompostierung im Rottetunnel – mit Sauerstoffzufuhr.

    • So funktioniert die anaerobe Behandlung im Fermenter

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      Das zerkleinerte, gesiebte und von Störstoffen befreite Biogut kommt in den Fermenter. So bezeichnet man den Bioreaktor, in dem der Gärprozess vonstattengeht.

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      Das Material verweilt für 14–21 Tage im luftdicht verschlossenen Fermenter. In dieser Zeit verwandeln Mikroorganismen das Biogut in Methangas.

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      Anschließend wird das Methangas – auch Biogas genannt – ins ebenfalls auf dem Lippewerk-Gelände befindliche Blockheizkraftwerk geleitet und verstromt.

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      Die produzierte Strommenge kann je nach Bedarf hoch- oder heruntergefahren werden.

    • So funktioniert die aerobe Behandlung im Rottetunnel

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      Energiearme Gärreste aus dem Fermenter kommen zusammen mit Biogut in den Rottetunnel. Das ist ein schlauchförmiger, dunkler Raum, in dem kontinuierlich alte Luft abgesaugt und frische Luft zugeführt wird.

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      Durch die weitere biologische Umsetzung der beiden gemischten Materialarten entsteht Wärme, was die Trocknung unterstützt.

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      Der Prozess der Kompostierung im Rottetunnel dauert ungefähr drei Wochen. In dieser Zeit sorgen Mikroorganismen und die stete Sauerstoffzufuhr für die Verwandlung des Materials in Kompost.

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      Anschließend wird das Material von Störstoffen wie Metallen, Steinen, Glas und Kunststoff befreit und für den Abtransport zwischengelagert. Es handelt sich jetzt um hochwertigen, gütegesicherten Kompost.

Nicht alles hat sofort das Zeug zum Kompost

  • Final als Kompost wird im Lippewerk nur deklariert, was eine Körnung von weniger als zwölf Millimetern hat. Hierbei handelt es sich dann um hochwertigen Feinkompost, der lose zwischengelagert und zur Abholung durch den Kunden bereitgehalten wird. Bis Kompost tatsächlich diese Qualität erreicht, muss das Material die Anlage mitunter mehrfach durchlaufen. Outputmaterial in Form sogenannter Mittelfraktionen (12–45 Millimeter) und Großfraktionen (> 45 Millimeter) wird – vorausgesetzt, es enthält nicht zu viele Störstoffe – erneut dem Eingangsmaterial zugeführt. Hier nimmt es eine wichtige Funktion ein. Frisch angeliefertes Material ist oft zu nass und zu strukturarm. Durch Beimischung bereits aufbereiteten Outputmaterials kann dem entgegengewirkt werden.

    Aus grob wird fein – früher oder später

    • Nichts wird verschwendet: Selbst für Übermengen aus den Siebdurchläufen haben wir Verwendung. Sie werden im Lippewerk-eigenen Biomassekraftwerk verstromt

Das Endergebnis: gütegesicherte Qualität

    • Alles zum Produktsortiment auf reterra.de

    • Die im Lippewerk hergestellten Komposte werden regional und bundesweit unter dem Markennamen HUMERRA vermarktet. Es gibt sie in unterschiedlichen Qualitäten und für diverse Anforderungen. Zum Beispiel als Feinkompost, Strukturkompost, Substratkompost oder Aktivkompost. Neben Komposten stellen wir im Kompostwerk auch Holzhackschnitzel aus holzigem Grüngut her, das unter anderem in Form von Stamm- und Wurzelholz in der Landschaftspflege anfällt. So ist sichergestellt, dass selbst Material, das sich weder zur Vergärung noch zur Kompostierung eignet, einer nachhaltigen Verwendung zugeführt wird. Holzhackschnitzel verkaufen wir unter dem Namen Pyrohack in erster Linie an überregionale Biomassekraftwerke.

    HUMERRA-Produkte werden hergestellt und vertrieben von RETERRA – einem Unternehmen der REMONDIS-Gruppe

Nachhaltiger Umgang mit Biogut – ein Gemeinschaftsprojekt

  • Wussten Sie, dass 30 Prozent der Aufbereitungskosten durch das Aussortieren von Störstoffen entstehen? Das klingt zunächst nach einem rein wirtschaftlichen Aspekt, ist aber in Wirklichkeit viel mehr. Es sagt nämlich einiges darüber aus, wie sorglos und unachtsam nach wie vor mit der wertvollen Ressource Biogut umgegangen wird. Wie bei allen Recyclingprozessen gilt auch hier: Erfolgreiche Aufbereitung beginnt nicht in den Verwertungsanlagen, sondern bei jedem Einzelnen zu Hause. Je sortenreiner Gartenabfall und anderes Bio- oder Grüngut an den Anfallstellen gesammelt wird, desto größer ist die Chance einer effizienten Verwertung. Anders ausgedrückt: Mit Störstoffen belastetes Material – problematisch sind vor allem Kunststoffabfälle und Verpackungen – geht meist für die Aufbereitung verloren. Entweder weil eine zu kostspielige Sortiertechnik erforderlich wäre oder weil ein Aussortieren sogar generell unmöglich wird. Leidtragende sind am Ende Mensch und Natur gleichermaßen. Denn ohne nachhaltige Wertschöpfung beim Biogut gibt es weniger umweltschonendes Biogas und weniger Ressourcenschutz.

    Biogut sortenrein zu sammeln, ermöglicht eine nachhaltige Verwertung und trägt zum Ressourcenschutz bei

Warum Kompost die weltweite Versorgung mit Lebensmitteln sichert

Aus dem Garten kennt man Kompost als Garanten für gutes Pflanzenwachstum. Wichtiger noch ist jedoch, was er im großen Maßstab für die Agrarwirtschaft und damit für die weltweite Grundversorgung mit Lebensmitteln leistet. Kompost verbessert zum Beispiel die Fähigkeit von Böden, in großen Mengen Wasser aufzunehmen bzw. zu speichern. Experten sprechen im ersten Fall von Infiltrationsrate und im zweiten von Wasserhaltevermögen. Beide Parameter haben große Relevanz für die Fruchtbarkeit von Böden. Und je fruchtbarer ein Boden ist, desto besser ist das Verhältnis von Ackerfläche zu Ertrag. In Zeiten, in denen die Weltbevölkerung stramm auf die Zehn-Milliarden-Grenze zusteuert, ein sicherlich nicht ganz unwichtiger Aspekt.

    Der Einsatz von Komposten hilft, Ackerflächen besser nutzbar und ertragreicher zu machen

Boden mit sieben Siegeln?

  • In Deutschland, aber auch überall sonst in der Welt haben wir es mit einem ernst zu nehmenden Phänomen zu tun: der Bodenversiegelung. Damit ist gemeint, dass immer mehr Bodenfläche aufgrund von Bebauung, Asphaltierung oder Ähnlichem nicht mehr in der Lage ist, Regenwasser aufzunehmen. Dies aber ist elementar wichtig, um Grundwasservorräte aufzufüllen. Im gleichen Maße, in dem Gebiete mit sickerfähigem Boden abnehmen, steigt natürlich die Notwendigkeit, die existierenden Ackerflächen optimal zu nutzen, um möglichst große Mengen an Niederschlag ins Grundwasser abzuleiten. Kompost mit seinen positiven Eigenschaften bei der Infiltrationsrate leistet auch hier einen wichtigen Beitrag.

Humusböden aller Art – auch das gibt es aus dem Lippewerk

  • Neben dem Kompost- wird im Lippewerk auch ein Erdenwerk betrieben. Hier stellen wir aus Böden, gereinigten Sandfanginhalten und Zuschlagstoffen, wie zum Beispiel vulkanischem Gesteinsmehl, kulturfähigen Boden her. Im Lippewerk erzeugte Pflanzen-, Erden-, Boden- und Steinsubstrate kommen bei Rekultivierungsmaßnahmen oder im Landschaftsbau zum Einsatz. Produziert werden diese Substrate in einem mehr als beachtlichen Maßstab. Die genehmigte Kapazität des Erdenwerks für Erdensubstrate und biogene Brennstoffe liegt aktuell bei 50.000 Tonnen jährlich.

    Unter anderem werden im Erdenwerk Torfersatzprodukte hergestellt. Sie helfen dabei, natürliche Torfmoore als CO2-Senken zu erhalten

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