Beseitigung von tierischem Risikomaterial
Biodieselproduktion

 
Die Welt des
REMONDIS Lippewerks


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REMONDIS Lippewerk
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  • Die Natur zeigt, wie Stoffkreisläufe funktionieren – daran orientieren wir uns. Aus biologisch abbaubaren Küchen- und Pflanzenresten entsteht hochwertiger Kompost für den Einsatz im Kleingarten ebenso wie in der Landwirtschaft.


  • Hochmoderne Biogutbehandlungsanlage
    für die Biogasgewinnung und Kompostierung.

  • Zwei-Wege-System

    Outputfraktionen

    Von Holzhackschnitzel für die Verfeuerung bis zum Qualitätskompost.

    Fruchtbare Böden

    Komposte leisten einen wichtigen Beitrag zum ökologisch nachhaltigen Ackerbau und zur Schonung von endlichen Ressourcen.

    Teamwork

    Erdenwerk

Kompostwerk mit moderner Technologie

  • Alles zum Zwei-Wege-System der neuen Anlage

  • Recycling ist nie Stillstand, sondern ein ständiges Bewegen und Weiterentwickeln. Eindrucksvoll erleben lässt sich das im Kompostwerk im Lippewerk. Im Zuge eines Großprojekts wurde hier die komplette Biogutbehandlung von der sogennanten brikollaren Kompostierung auf eine moderneres Verfahren umgestellt, welches sowohl eine stoffliche als auch eine energetische Verwertung des eingehenden Materials ermöglicht. Herzstück der aktuellen Anlage ist - neben einer Tunnelrotte - ein moderner Fermenter, mit dem sich Biogut in Methangas verwandeln lässt. Das erzeugte Biogas wird anschließend energetisch genutzt.

  • Im Lippewerk wird aus Biogut hochwertiger Kompost bzw. dem Biomassekraftwerk zuführbares Biogas

Zahlen und Fakten zur Anlage

Das passiert bei der Biogutbehandlung

In der alten wie in der neuen Anlage befindet sich das Material während der gesamten Behandlung in geschlossenen Hallen mit modernen Biofilter- und Luftwäschesystemen. Die Luft wird kontinuierlich abgesaugt und gereinigt. Was es sonst noch Interessantes zu den Prozessen im Kompostwerk zu sagen gibt und wo innerhalb der Anlage was passiert, zeigen wir Ihnen hier.

Die Besonderheit des Kompostwerks

  • Der Fermenter im Kompostwerk wird seit Jahren erfolgreich von der REMONDIS-Tochter RETERRA in Lünen betrieben

    Das Zauberwort bei der Biogutbehandlung im Lippewerk heißt Kaskadennutzung. Damit ist gemeint, dass Biogut aufeinander aufbauend in unterschiedlichen Ebenen verwertet wird. Ziel ist es, einen möglichst großen Anteil des Eingangsmaterials stofflich oder energetisch zu nutzen. Material, das nicht für die Vergärung zu Biogas geeignet ist oder nach der Vergärung verbleibt, wird anschließend zu Kompost weiterverarbeitet. Man spricht bei den beiden unterschiedlichen Verwertungswegen von anaerober und aerober Behandlung. Das eine – die Gärung im Fermenter mit komplett neuer Maschinentechnik – funktioniert ohne Sauerstoffzufuhr, das andere – die Kompostierung im Rottetunnel – mit Sauerstoffzufuhr.

    • So funktioniert die anaerobe Behandlung im Fermenter

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      Das zerkleinerte, gesiebte und von Störstoffen befreite Biogut kommt in den Fermenter. So bezeichnet man den Bioreaktor, in dem der Gärprozess vonstattengeht.

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      Das Material verweilt für 14–21 Tage im luftdicht verschlossenen Fermenter. In dieser Zeit verwandeln Mikroorganismen das Biogut in Methangas.

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      Anschließend wird das Methangas – auch Biogas genannt – ins ebenfalls auf dem Lippewerk-Gelände befindliche Blockheizkraftwerk geleitet und verstromt.

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      Die produzierte Strommenge kann je nach Bedarf hoch- oder heruntergefahren werden.

    • So funktioniert die aerobe Behandlung im Rottetunnel

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      Energiearme Gärreste aus dem Fermenter kommen zusammen mit Biogut in den Rottetunnel. Das ist ein schlauchförmiger, dunkler Raum, in dem kontinuierlich alte Luft abgesaugt und frische Luft zugeführt wird.

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      Durch die weitere biologische Umsetzung der beiden gemischten Materialarten entsteht Wärme, was die Trocknung unterstützt.

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      Der Prozess der Kompostierung im Rottetunnel dauert ungefähr drei Wochen. In dieser Zeit sorgen Mikroorganismen und die stete Sauerstoffzufuhr für die Verwandlung des Materials in Kompost.

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      Anschließend wird das Material von Störstoffen wie Metallen, Steinen, Glas und Kunststoff befreit und für den Abtransport zwischengelagert. Es handelt sich jetzt um hochwertigen, gütegesicherten Kompost.

Nicht alles hat sofort das Zeug zum Kompost

  • Final als Kompost wird im Lippewerk nur deklariert, was eine Körnung von weniger als zwölf Millimetern hat. Hierbei handelt es sich dann um Feinkompost, der lose zwischengelagert und zur Abholung durch den Kunden bereitgehalten wird. Bis Kompost tatsächlich diese Qualität erreicht, muss das Material die Anlage mitunter mehrfach durchlaufen. Outputmaterial in Form sogenannter Mittelfraktionen (12–45 Millimeter) und Grobfraktionen (> 45 Millimeter) wird – vorausgesetzt, es enthält nicht zu viele Störstoffe – erneut dem Eingangsmaterial zugeführt. Hier nimmt es eine wichtige Funktion ein. Frisch angeliefertes Material ist oft zu nass und zu strukturarm. Durch Beimischung bereits aufbereiteten Outputmaterials kann dem entgegengewirkt werden.

    Aus grob wird fein – früher oder später

    • Selbst für Übermengen aus den Siebdurchläufen haben wir Verwendung. Sie werden im Lippewerk-eigenen Biomassekraftwerk verstromt

Das Endergebnis: gütegesicherte Qualität

    • Alles zum Produktsortiment auf reterra.de

    • Die im Lippewerk hergestellten Komposte werden regional und bundesweit unter dem Markennamen RETERRA vermarktet. Es gibt sie in unterschiedlichen Qualitäten und für diverse Anforderungen. Zum Beispiel als Feinkompost, Strukturkompost, Substratkompost oder Aktivkompost. Neben Komposten stellen wir im Kompostwerk auch Holzhackschnitzel aus holzigem Grüngut her, das unter anderem in Form von Stamm- und Wurzelholz in der Landschaftspflege anfällt. So ist sichergestellt, dass selbst Material, das sich weder zur Vergärung noch zur Kompostierung eignet, einer weiteren Verwendung zugeführt wird. Holzhackschnitzel verkaufen wir unter dem Namen Pyrohack in erster Linie an überregionale Biomassekraftwerke.

    RETERRA-Produkte werden hergestellt und vertrieben von RETERRA – einem Unternehmen der REMONDIS-Gruppe

Biogut im Kreislauf nutzen – ein Gemeinschaftsprojekt

  • Wussten Sie, dass 30 Prozent der Aufbereitungskosten durch das Aussortieren von Störstoffen entstehen? Das zeigt, wie wichtig eine sorgfältige Trennung von Biogut bereits am Entstehungsort ist. Wie bei allen Recyclingprozessen gilt auch hier: Erfolgreiche Aufbereitung beginnt nicht in den Verwertungsanlagen, sondern bei jedem Einzelnen zu Hause. Je sortenreiner Gartenabfall und anderes Bio- oder Grüngut an den Anfallstellen gesammelt wird, desto größer ist die Chance einer effizienten Verwertung. Anders ausgedrückt: Mit Störstoffen belastetes Material – problematisch sind vor allem Kunststoffabfälle und Verpackungen – geht meist für die Aufbereitung verloren. Entweder weil eine zu kostspielige Sortiertechnik erforderlich wäre oder weil ein Aussortieren sogar generell unmöglich wird. 

  • Biogut sortenrein zu sammeln, verbessert die Voraussetzungen für die stoffliche und energetische Verwertung.

Kompost als wichtiger Baustein für fruchtbare Böden

Aus dem Garten kennt man Kompost als wertvolle Unterstützung für gutes Pflanzenwachstum. Von großer Bedeutung ist er auch für die Landwirtschaft. Kompost kann dazu beitragen, die Fähigkeit von Böden zu verbessern, Wasser aufzunehmen und zu speichern. Die sogenannte Infiltrationsrate und das Wasserhaltevermögen gewinnen insbesondere unter veränderten klimatischen Bedingungen an Bedeutung. Sie tragen dazu bei, die langfristige Bodenfruchtbarkeit und Ertragsfähigkeit zu unterstützen. Fruchtbare Böden bilden eine wichtige Grundlage für eine leistungsfähige Landwirtschaft.

  • Komposte können dazu beitragen, die Bodenstruktur sowie das Wasserhaltevermögen zu verbessern und damit gute Voraussetzungen für eine langfristig leistungsfähige landwirtschaftliche Nutzung zu schaffen

Boden mit sieben Siegeln?

  • In Deutschland und vielen anderen Ländern haben wir es mit einem ernst zu nehmenden Phänomen zu tun: der Bodenversiegelung. Damit ist gemeint, dass immer mehr Bodenfläche aufgrund von Bebauung, Asphaltierung oder Ähnlichem nicht mehr in der Lage ist, Regenwasser aufzunehmen. Dies aber ist elementar wichtig, um Grundwasservorräte aufzufüllen. Im gleichen Maße, in dem Gebiete mit sickerfähigem Boden abnehmen, steigt natürlich die Notwendigkeit, die existierenden Ackerflächen möglichst effizient zu nutzen, um möglichst große Mengen an Niederschlag ins Grundwasser abzuleiten. Kompost kann dazu beitragen, die Wasseraufnahmefähigkeit von Böden zu verbessern und die Versickerung von Niederschlagswasser zu unterstützen.

Humusböden aller Art – auch das gibt es aus dem Lippewerk

  • Neben dem Kompost- wird im Lippewerk auch ein Erdenwerk betrieben. Hier stellen wir aus Böden, Komposten und Zuschlagstoffen, wie zum Beispiel vulkanischem Gesteinsmehl, kulturfähigen Boden her. Im Lippewerk erzeugte Pflanzen-, Erden-, Baum- und Steinsubstrate kommen bei Rekultivierungsmaßnahmen oder im Landschaftsbau zum Einsatz. Produziert werden diese Substrate in einem mehr als beachtlichen Maßstab. Die genehmigte Kapazität des Erdenwerks für Erdensubstrate und biogene Brennstoffe liegt aktuell bei 50.000 Tonnen jährlich.

  • Unter anderem werden im Erdenwerk Torfersatzprodukte hergestellt. Ihr Einsatz kann dazu beitragen, den Abbau von Torf zu reduzieren und Moorflächen zu schonen.

  • Mehr Informationen zur REMONDIS-Gesellschaft RETERRA inklusive Kontaktmöglichkeiten auf reterra.de

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